Polarisierende Hochspannung im weltweit ersten »Logistics Fightclub« auf der CeMAT

Das neue Eventformat »Fightclub« sorgte bereits am ersten Messetag für Hochspannung: Brennende Themen wurden im Logistikfight ausgesprochen kontrovers diskutiert. Die Kontrahenten vertreten ihre Standpunkte mit schlagkräftigen Argumenten und sorgen so dafür, dass Verständnis für die jeweils andere Position geweckt wird. Und genau darin liegt die Zukunft der Logisitk: Miteinander kommunizieren, Argumente austauschen und schlussendlich die optimale Lösung für den Kunden entwicklen.

Das wurde gleich im ersten Schlagabtausch zwischen »Datenelfe« UIrike Meyer von der Willenbrock GmbH und Datenhüter Dr. Bernd Seidel (Ingenieurbüro für Bahninfrastruktur) deutlich. Der Umgang mit dem »Rohöl der heutigen Zeit«, den Daten, erfordert viel Sensibilität und die Findung eines tragfähigen Kompromisses zwischen Datenschutz und arbeitsfähiger Vernetzung. Wenn im Mai die DSGVO in Kraft tritt, fehlen hierzu noch die Ausführungsbestimmungen; viele Auslegungen werden erst im Rahmen der Rechtsprechung definiert – Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Daten ist also im Vorfeld unverzichtbar.

Dabei dürfte jedem klar sein, dass die immer anspruchsvolleren Wünsche der Kunden ohne entsprechende Datengrundlage nicht zu erfüllen sind. Sprach man gestern noch von der Lieferung innerhalb von 24 Stunden, sind heute Auslieferungen innerhalb von 2 Stunden möglich und gewünscht – und das an einen kurzfristig wechselnden Zustellort, zum Beispiel auf den Messestand.

Das, so Stefan Schröder von den LogisticsNetwork Consultans (LNC), ist mit »Logistik von der grünen Wiese« nicht mehr machbar. Große Einheiten, wie ein Tiefwasserhafen oder das Verteilzentrum an der Autobahn, sind nicht flexibel genug, hierauf zu reagieren. »Darin«, so Schröder weiter, »liegt die Chance für die Logistiker der Zukunft: kleinteilige Auflösung der logistischen Prozesse ähnlich der hochwertigen Boutique gegenüber dem Supermarkt. Es gilt, die Wünsche der Kunden zu konsolidieren, und daraus nachhaltige Systeme zu schaffen.«

»Bereits der erste Messetag hat gezeigt,« so Olaf Krause, Mitinitiator des Fightclub und Geschäftsführer der Logiline-Gruppe, »dass es mit dem neuen Eventformat gelingt, unveränderlich erscheinende Meinungen aufzubrechen, offener gegenüber den Argumenten der Gegenseite zu werden, und so die Grundlage für zukunftsfähige Entscheidungen und Lösungen zu schaffen«.

 

Erste Impressionen vom Messestand in der Halle 24:

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